Kaffeeliebe

Kaffee – 6 Buchstaben, die mein Herz schneller schlagen lassen. Nicht nur wegen des Koffeingehalts. Ja, der Kaffee und ich, wir haben eine ganz besondere Beziehung. Genau genommen ist es eine Dreierkiste, denn mein Mann gehört auch dazu. Und schon unsere Kinder werden eingeweiht in die Künste der Zubereitung des perfekten Espresso.
Die Geschichte begann natürlich in Italien mit der guten alten Bialetti. Wasser rein, Kaffepulver rein, zuschrauben und ab auf den Herd, wo nach kurzer Zeit dieser wunderbare Klang ertönte – ein bisschen gluckernd, ein bisschen zischend – Kaffee ist fertig. Aber diese wunderbare Beziehung hatte ein Ende mit dem Einzug in unser neues Haus mit neuer Küche und Induktionskochfeld. Da funktionierte das dritte Standbein unserer Beziehung nämlich nicht mehr. Die induktionsfähige Bialetti, die wir dann ausprobierten, naja, wie soll ich sagen… Es passte einfach nicht. Vielleicht war es auch zu früh für eine neue Beziehung. Schon nach wenigen Wochen trennten sich unsere Wege und unsere erste Siebträgermaschine zog ein. La Pavoni puccino hieß die Diva und obwohl sie unsere Beziehung eine Zeit lang mit sehr gutem Kaffee bereicherte, war die Diva eine Rampensau, wollte immer unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, brauchte Streicheleinheiten, gutes Zureden und trotzdem war es ein Spiel mit dem Feuer… Was beschert sie uns dieses Mal? Den besten Kaffee der Welt oder saure Brühe ohne Crema? Gerne auch kalt bzw lauwarm. Die schlechten Zeiten fingen an überhand zu nehmen und so war es an der Zeit, uns auch von ihr zu trennen. Wir stiegen um auf eine einfache Kapselmaschine (Nespresso -what else). Schnell, schlank, sexy und obwohl uns Kapselsysteme gar nicht gefielen, stellten wir fest, dass das Ergebnis eigentlich sehr zufrieden stellend war. Die Affäre dauerte eine ganze Zeit lang und alles war gut, aber der Alltag kehrte ein und irgendwie wurde uns klar, dass diese Beziehung auf Dauer unser finanzieller Ruin sein würde. Es fehlte außerdem das gewisse Etwas. Es gab keine Überraschungen, keine Herausforderungen, kurz gesagt – wir trennten uns im Guten, sind aber noch Freunde.
Unsere jetzige Beziehung mit unserer neuen Flamme ist noch frisch, klar, aber wir sind sehr zufrieden und hoffen, dass sie lange halten wird. Vibiemme domobar heißt sie und sie ist bisher unsere beste. Einfach, zuverlässig und unglaublich gut. Allein das leise Brummen lässt mich in Verzückung geraten, sie produziert eine Crema, auf der der Zucker fast nicht runter sinkt, ein Gedicht für Augen, Nase, Ohren und den Gaumen. Und eine wahre Schönheit noch dazu – aber genug geredet! Ich werde in der Küche erwartet 😍.

Urlaub bei Bauer Martin

Es ist ja mittlerweile schon wieder eine Woche her, aber ich wollte noch von unserem Kurzurlaub an der Ostsee berichten. Es war super! Eltern und Kinder waren total zufrieden!
Aus der Sicht unserer Dreijährigen:
Wow! Pferde! Und Schweine! Und ganz viele Häschen und Hühner! Und so ein süßer Hund! Und Schafe und Ziegen gibt es auch! Jaaaaaa! Hüpfburg! Fahrrad! Bollerwagen, Roller! Und 2 Trampolins und Rutschen und Schaukeln und ein Berg voller Matsch! Ich darf Ponyreiten und Tiere füttern und rennen und springen und spielen. Das ist der allerbeste Urlaub!!
Aus der Sicht unseres 7 1/2 Monate alten Zwergs:
N-da n-da n-da n-da wwwwwww deideideideideideideideideidei!!
Aus der Sicht der Eltern:
Wow! Was für ein tolles Wellness- Ferienhaus! Mit Sauna und Whirlwanne und Fußbodenheizung. Und ein Hems! Hach, wie schön! Und eine Hüpfburg! Dürfen wir da auch drauf? Ja? Ok, tschüss dann…
Ja, es war wirklich schön für alle und wir haben gleich wieder gebucht! Wenn die Kinder beschäftigt und zufrieden sind, ist es für die Eltern auch gleich viel entspannter…

DIY Nierentisch aufhübschen


Omas alter Nierentisch begleitet uns jetzt schon seit 5 Jahren. Gefallen hat er mir nie, aber ich war jung und brauchte das Geld (für andere Dinge)… Das Ding ist sogar vor 3 Jahren mit uns in unser Haus umgezogen, weil mein Mann darauf bestand. So freute sich das Tischchen seines Lebens, stand mal hier, mal dort, wurde nie wirklich gebraucht, sondern nur von einer Ecke in die nächste geschoben. BIS… ich hübschen Sprühlack gekauft habe und jetzt erstrahlt das hässliche Entlein in neuem Kupferglanz. So freunde ich mich auf seine alten Tage doch noch mit ihm an.

Wie bei Oma

Heute gab es ein ganz simples Mittagessen: Pasta kochen, Semmelbrösel in etwas Butter goldbraun anrösten und darüber geben, frisches Apfelmus dazu, fertig! Dieses Gericht ist kein kulinarisches Highlight, aber ich habe mich um 20 Jahre in der Zeit zurückversetzt gefühlt, weil meine Oma das ganz oft für mich gekocht hat. Das hatte ich schon soooo lange nicht mehr gegessen! Sehr lecker

Frohes neues Jahr


Schon sind die ersten Tage des Jahres verstrichen. Ich habe das neue Jahr (fast schon traditionell) mit einem Magen-Darm Infekt begonnen, aber es geht wieder aufwärts…

Ich lese momentan ganz viel von Vorsätzen für das neue Jahr und ich fühlte mich fast schon unter Druck gesetzt und fing im Kopf an, eine Liste meiner Vorsätze anzufertigen. Aber ganz ehrlich – nö, ich mach nicht mit. Vorsätze fassen die meisten, weil sie mit etwas unzufrieden sind. Und das bin ich nicht. Ich will keinesfalls behaupten, dass alles perfekt und nicht verbesserungswürdig ist, nein. (Ich könnte mir zum Beispiel vornehmen, die Wäsche rechtzeitig zu waschen und nicht erst dann, wenn das letzte Teil im Schrank getragen ist.) Aber ich will das ganze nicht in einen verzweifelten „in-diesem-Jahr-wird-alles-besser-Vorsatz“ packen, den ich in den ersten paar Wochen versuche, penibel umzusetzen, bis ich vor lauter „ich-muss-das-doch-aber-machen-weil-das-mein-Vorsatz-ist“ so frustriert bin, dass ich das Handtuch schmeiße und auf einen besseren Start im Jahr 2015 warte. Außerdem war 2013 ein gutes Jahr. Ganz unperfekt und trotzdem toll. Vor allem in unserer kleinen Familie habe ich ganz besondere Momente erlebt. Unser Sohn wurde im Juli geboren und die ersten Monate sind wahnsinnig schnell vergangen. Unsere Tochter wurde im November 3 Jahre alt und sie ist unglaublich groß geworden. Nicht unbedingt körperlich aber man merkt ganz deutlich, dass sie jetzt eine große Schwester ist. Die zwei zusammen sind ein Herz und eine Seele und zuckersüß. Vor allem für diese Momente bin ich dankbar und glücklich und freue mich schon auf das was kommt.
Da das vergangene Jahr so unperfekt gut war, mache ich einfach so weiter, versuche zu verbessern, was zu verbessern ist und versuche, so gut es geht glücklich zu sein. Und vielleicht kann ich das ja ein bisschen lenken: weniger den Fernseher und das Internet einschalten und einfach im Hier und Jetzt sein. Mit den Kindern, meinem Mann, mit einer Zeichnung, oder einfach nur mit mir selbst. Einfach nicht über Vergangenes ärgern oder an Kommendes denken und planen, sondern diesen perfekten Moment genießen. Und es gibt so viele davon! Das wird ein gutes Jahr!