Chaos


Es ist manchmal zum verrückt werden… Ich sitze hier zwischen unbezwingbar wirkenden Wäschebergen, aber irgendwie kann ich mich nicht dazu durchringen, das Bügeleisen in die Steckdose zu stecken, denn eigentlich muss auch das Chaos im Wohnzimmer aufgeräumt werden. Und überhaupt… Der Teppich sieht schrecklich aus und der Wohnzimmertisch ist eigentlich viel zu groß für unser Wohnzimmer. Das steht auf der „Dinge-die-zu-kaufen-sind-wofür-ich-aber-noch-ein-bisschen-sparen-muss-Liste“ – zusammen mit 100 anderen Dingen. Aber darüber sollte ich jetzt eigentlich nicht nachdenken, denn in der Küche stehen noch 5 angekrustete Töpfe und Pfannen, die auf eine Schrubbaktion warten, obwohl ich mich lieber mal wieder an die Nähmaschine setzen würde… Stattdessen versuche ich so gut es geht zwei kleine Kinder zu bespaßen. Nein, mein Mäuslein, ich kann grad nicht mit dir Stuhlkreis spielen, ich muss noch die Küche aufräumen… Was hast du gesagt? Du musst Pipi? Ja, ich geh mit dir auf die Toilette… Warum schreit dein Brüderchen schon wieder? Ja, ok, vielleicht spül ich die Töpfe doch ein anderes Mal… Ganz nach dem Motto „good moms have happy kids and sticky ovens“.
Und wie enden solche Tage? Wir liegen zu viert im Bett (Kinderbetten sind schließlich nur Dekoration im Kinderzimmer und somit optional), zwei schnarchen, einer schnullert, ich liege wach und schreibe.
Ich habe heute wie meistens nur einen Bruchteil der zu erledigen den Dinge geschafft, habe geschmollt, weil ich vieles gerne hätte und dies oder das gerne machen würde, aber ich bin auch froh. Über die 15 Minuten „Stuhlkreis“ spielen, bei denen ich beim nächsten mal mit noch mehr Herzblut dabei sein sollte (wer weiß, wie lang ich noch mitspielen darf). Über das fröhliche Babygesicht, wenn es die Mama erblickt. Über die leckeren Burger, die mein Mann gemacht hat. Über einen halben Wäschekorb weniger. Ob ich mich jetzt, wo alle schlafen und ich Zeit für mich hab, noch ein bisschen kreativ betätigen sollte? Aber nein, 😫 morgen ist ja auch noch ein Tag…😎

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Mein kleines, großes Glück – der 3. Geburtstag

Kinder, wie die Zeit vergeht… Und obwohl meine kleine Maus „erst“ 3 wurde, bin ich schon ganz wehmütig! War es nicht erst gestern, als mir das kleine Bündel im Kreißsaal auf die Brust gelegt wurde? War es nicht erst gestern, als sie sich zum ersten Mal vom Rücken auf den Bauch drehte, ihre ersten Gehversuche wagte, sich versuchte, mit ihrem wunderbar süßen Kauderwelsch mitzuteilen? Und jetzt ist mein Baby schon 3, springt und lacht und plappert den ganzen Tag vor sich hin. Wie gerne würde ich manchmal die Zeit einfrieren und mich für immer mit meinem Baby, das kein Baby mehr ist, im Spielzelt zurückziehen, den Grüffelo rezitieren oder ihr einfach beim Spielen zusehen. Aber das Leben wartet nicht und deshalb kommen wir wieder heraus aus unserem Zuschlupf.
Wie schade, dass die Zeit so schnell vergeht, aber wie schön, dass ich sie begleiten darf, während diese wunderbare Zeit so rennt und wie schön, dass sie am Ende des Tages auf die Frage nach dem schönsten Geschenk mit einem Lächeln im Gesicht antwortet: „der Kuchen!“

Die Angst vor dem weißen Blatt oder die richtige Farbe für die Wand

Jetzt ist es also soweit. Mein Blog ist eingerichtet und ich sitze hier und starre ins leere Weiß. So viele Gedanken und kein System, so viele Ideen, aber niemand, der mir dieses Kopfchaos ordnet, so viele Möglichkeiten und keiner, der mir sagt, was richtig wäre, jetzt als ersten Beitrag zu posten. Richtig? Was ist richtig und wer entscheidet das?
Am vergangenen Wochenende hat es mir gereicht. Ich konnte unsere langweiligen weißen Wohnzimmerwände nicht mehr anschauen, ohne Zahnweh zu bekommen, weil mich die Atmosphäre doch sehr an den Charme des Wartezimmers meiner Zahnarztpraxis erinnerte. Ok, zugegeben: durch die braunen Kaffeeflecken sah es nicht ganz so steril aus, sie trugen aber genauso wenig zu meinem Wohlbefinden bei. Mir war klar: grau sollte diese Wand werden, die andere in einem helleren grau… Kaum war die Farbe an die Wand gepinselt, war ich doch etwas enttäuscht… So war das nicht gemeint, was soll der Blaustich an meiner grau-geplanten Wand? Das sieht nicht richtig aus. Nachdem die Farbe 2 Tage auf mich gewirkt hat, muss ich sagen: sie gefällt mir. Ein „pudriges“ blau-grau. Ist es da jetzt noch wichtig, ob sie richtig oder falsch ist?
Falsch hin oder her, ich habe sie ausgesucht, weil sie mich im Baumarkt „angesprungen“ hat. Manchmal kommt es halt anders als man denkt und was man als richtig erachtet wird plötzlich relativ… Und jetzt ist der erste Beitrag ja auch schon geschrieben.
Ob das wohl das perfekte Thema für den ersten Beitrag war? Hier ist vielleicht nicht alles perfekt, aber – um ehrlich zu sein – dieses Anstreben der Perfektion hat mich schon viel zu oft davon abgehalten, Dinge zu tun (ich sollte einfach abwarten, bis ich es perfekt kann und schließlich mache ich es doch nie). Nicht perfekt, aber ein Stück von mir. Also los geht’s! Willkommen auf meinem Blog.

Sabrina