Frohes neues Jahr


Schon sind die ersten Tage des Jahres verstrichen. Ich habe das neue Jahr (fast schon traditionell) mit einem Magen-Darm Infekt begonnen, aber es geht wieder aufwärts…

Ich lese momentan ganz viel von Vorsätzen für das neue Jahr und ich fühlte mich fast schon unter Druck gesetzt und fing im Kopf an, eine Liste meiner Vorsätze anzufertigen. Aber ganz ehrlich – nö, ich mach nicht mit. Vorsätze fassen die meisten, weil sie mit etwas unzufrieden sind. Und das bin ich nicht. Ich will keinesfalls behaupten, dass alles perfekt und nicht verbesserungswürdig ist, nein. (Ich könnte mir zum Beispiel vornehmen, die Wäsche rechtzeitig zu waschen und nicht erst dann, wenn das letzte Teil im Schrank getragen ist.) Aber ich will das ganze nicht in einen verzweifelten „in-diesem-Jahr-wird-alles-besser-Vorsatz“ packen, den ich in den ersten paar Wochen versuche, penibel umzusetzen, bis ich vor lauter „ich-muss-das-doch-aber-machen-weil-das-mein-Vorsatz-ist“ so frustriert bin, dass ich das Handtuch schmeiße und auf einen besseren Start im Jahr 2015 warte. Außerdem war 2013 ein gutes Jahr. Ganz unperfekt und trotzdem toll. Vor allem in unserer kleinen Familie habe ich ganz besondere Momente erlebt. Unser Sohn wurde im Juli geboren und die ersten Monate sind wahnsinnig schnell vergangen. Unsere Tochter wurde im November 3 Jahre alt und sie ist unglaublich groß geworden. Nicht unbedingt körperlich aber man merkt ganz deutlich, dass sie jetzt eine große Schwester ist. Die zwei zusammen sind ein Herz und eine Seele und zuckersüß. Vor allem für diese Momente bin ich dankbar und glücklich und freue mich schon auf das was kommt.
Da das vergangene Jahr so unperfekt gut war, mache ich einfach so weiter, versuche zu verbessern, was zu verbessern ist und versuche, so gut es geht glücklich zu sein. Und vielleicht kann ich das ja ein bisschen lenken: weniger den Fernseher und das Internet einschalten und einfach im Hier und Jetzt sein. Mit den Kindern, meinem Mann, mit einer Zeichnung, oder einfach nur mit mir selbst. Einfach nicht über Vergangenes ärgern oder an Kommendes denken und planen, sondern diesen perfekten Moment genießen. Und es gibt so viele davon! Das wird ein gutes Jahr!

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Lieblings- Kinderbücher


Der Grüffelo? Sag, was ist das für ein Tier? – Den kennst du nicht? Dann beschreib ich ihn dir.
Klar- der Grüffelo ist ein tolles Kinderbuch, das schon zu einem richtigen Klassiker geworden ist – die „neue kleine Raupe Nimmersatt“ sozusagen. Aber gibt es auch etwas Schönes, das nicht in jedem Bücherregal steht? Oh, ja, sehr viel sogar, wie ich finde. Einige meiner Favoriten stell ich hier einmal kurz vor. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür und vielleicht braucht der ein oder andere noch eine Geschenkidee.

1. Die große Reise von Fräulein Pauline
Pauline sitzt in ihrem Zimmer und wird von ihrer Mama gerufen. Sie hört die „Predigt“ ihrer Mutter aber gar nicht, weil sie sich schon längst in ihrer eigenen Fantasiewelt befindet, wo sie auf Wolken spazieren kann und auch sonst so einiges erlebt.
Ein wunderschönes Bilderbuch (fast ohne Text), das dazu einlädt, mit Pauline in ihre Fantasiewelt abzutauchen. Es sind tolle Bilder, auf denen man so einige niedliche Details entdeckt, wenn man genau hinsieht. Nicht nur für Kinder ein Augenschmaus!

2. Schnipselgestrüpp
Ein Junge lebt mit seinen Eltern, die nur mit Fernseh schauen beschäftigt sind, in ärmlichen Verhältnissen. Aus Bildern aus Zeitungen, die aus Geldmangel als sein Teppich dienen, klebt er sich in seinem Zimmer seine abenteuerliche Welt zurecht, was seinen Eltern zunächst gar nicht passt…
Ein tolles Buch über die Magie der Fantasie!

3. Die große Wörterfabrik
In einer Zeit, in der man jedes einzelne Wort kaufen muss, bevor man es ausspricht hat man als armer Junge wohl kaum eine Chance seiner Angebeteten seine Liebe zu gestehen. Erst recht nicht, wenn ein anderer Junge sie mit einer ausführlichen Liebeserklärung umwirbt. Oder doch?
Ein sehr poetisches Buch, das einem so richtig das Herz erwärmt!

4. Im Garten der Pusteblumen
Anna lebt an einem Ort, an dem perfekte Maschinen den Menschen jeden Wunsch erfüllen. Deshalb gibt es keine Wünsche mehr und der Wind hat aufgehört zu wehen. Nur Anna hat noch nicht vergessen zu wünschen. Also geht sie in den Garten der Pusteblumen, wo die Menschen früher hingegangen sind, um zu wünschen.
Einfach schön!!

5. Prinzessinnen
Ein großartig bebildertes Buch, das eine Art Lexikon verschiedener (kurioser) Prinzessinnen ist. So findet man zum Beispiel Artikel über Prinzessin Badabumm, Prinzessin Larifari oder Prinzessin Analphabetty. Die sehr schönen Texte (die aber wie ich glaube in erster Linie die Erwachsenen ansprechen) und dazu die tollen Bilder der Künstlerin Rebecca Dautremer sind eine gelungene Kombination für ein außergewöhnliches Kinderbuch. Einfach wunderbar!

6. Steinsuppe
Ein Wolf kommt mit einem Sack,in dem sich ein Stein und ein Messer befinden, ins Dorf der Tiere, klopft bei der Henne in will dort eine Steinsuppe kochen. Verängstigt aber auch neugierig lässt diese ihn ein und immer mehr Tiere kommen dazu, weil sie sich Sorgen um die Henne machen. Letztendlich haben alle einen schönen gemeinsamen Abend. Ob der Wolf auch eines der Tiere frisst, wird hier nicht verraten.

Natürlich gibt es noch so einige tolle Kinderbücher, aber das sollte fürs Erste mal genügen. Vielleicht folgt ja irgendwann mal eine Fortsetzung

Chaos


Es ist manchmal zum verrückt werden… Ich sitze hier zwischen unbezwingbar wirkenden Wäschebergen, aber irgendwie kann ich mich nicht dazu durchringen, das Bügeleisen in die Steckdose zu stecken, denn eigentlich muss auch das Chaos im Wohnzimmer aufgeräumt werden. Und überhaupt… Der Teppich sieht schrecklich aus und der Wohnzimmertisch ist eigentlich viel zu groß für unser Wohnzimmer. Das steht auf der „Dinge-die-zu-kaufen-sind-wofür-ich-aber-noch-ein-bisschen-sparen-muss-Liste“ – zusammen mit 100 anderen Dingen. Aber darüber sollte ich jetzt eigentlich nicht nachdenken, denn in der Küche stehen noch 5 angekrustete Töpfe und Pfannen, die auf eine Schrubbaktion warten, obwohl ich mich lieber mal wieder an die Nähmaschine setzen würde… Stattdessen versuche ich so gut es geht zwei kleine Kinder zu bespaßen. Nein, mein Mäuslein, ich kann grad nicht mit dir Stuhlkreis spielen, ich muss noch die Küche aufräumen… Was hast du gesagt? Du musst Pipi? Ja, ich geh mit dir auf die Toilette… Warum schreit dein Brüderchen schon wieder? Ja, ok, vielleicht spül ich die Töpfe doch ein anderes Mal… Ganz nach dem Motto „good moms have happy kids and sticky ovens“.
Und wie enden solche Tage? Wir liegen zu viert im Bett (Kinderbetten sind schließlich nur Dekoration im Kinderzimmer und somit optional), zwei schnarchen, einer schnullert, ich liege wach und schreibe.
Ich habe heute wie meistens nur einen Bruchteil der zu erledigen den Dinge geschafft, habe geschmollt, weil ich vieles gerne hätte und dies oder das gerne machen würde, aber ich bin auch froh. Über die 15 Minuten „Stuhlkreis“ spielen, bei denen ich beim nächsten mal mit noch mehr Herzblut dabei sein sollte (wer weiß, wie lang ich noch mitspielen darf). Über das fröhliche Babygesicht, wenn es die Mama erblickt. Über die leckeren Burger, die mein Mann gemacht hat. Über einen halben Wäschekorb weniger. Ob ich mich jetzt, wo alle schlafen und ich Zeit für mich hab, noch ein bisschen kreativ betätigen sollte? Aber nein, 😫 morgen ist ja auch noch ein Tag…😎